Stationäre Hospize

Ziel der Hospizarbeit ist es, ein Sterben zu Hause, in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Sofern dies nicht möglich ist und eine Krankenhausbehandlung nicht notwendig oder gewünscht ist, kann die Aufnahme in einem stationären Hospiz erfolgen.

Stationäre Hospize sind baulich, organisatorisch und wirtschaftlich eigenständige Einrichtungen mit separatem Personal und Konzept. Sie verfügen mindestens über acht und in der Regel höchstens über 16 Betten. Stationäre Kinderhospize sind speziell auf die Bedürfnisse lebensverkürzend erkrankter Kinder ausgerichtet.

Im Mittelpunkt der stationären Hospizversorgung stehen die schwerstkranken Patientinnen und Patienten mit ihren Wünschen und Bedürfnissen. Eine ganzheitliche Pflege und Versorgung wird durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes in Zusammenarbeit mit palliativmedizinisch erfahrenen (Haus-)Ärztinnen und Ärzten gewährleistet.

Voraussetzung für die Aufnahme in ein stationäres Hospiz ist, dass die Patientin bzw. der Patient an einer Erkrankung leidet, die progredient verläuft und bei der oder dem eine Heilung ausgeschlossen ist. Zu den weiteren Voraussetzungen zählen u.a., dass eine palliativ-medizinische und palliativ-pflegerische Versorgung im stationären Hospiz notwendig ist und eine Aufnahme von der Patientin bzw. dem Patienten gewünscht wird.

Regelungen zur Qualität der stationären Hospizversorgung enthält die entsprechende Rahmenvereinbarung. Ein verbandsübergreifende Arbeitsgruppe der Diakonie Deutschland, des Deutschen Caritasverbandes und des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbandes 

hat 2020 unter der Beteiligung von Praktiker*innen ein Qualitätsrahmenhandbuch „Qualität sorgsam gestalten” veröffentlicht.

Eine Regelung zur Finanzierung stationärer Hospize wurde im Jahr 1997 in das SGB V aufgenommen und zuletzt durch das Hospiz- und Palliativgesetz im Jahr 2015 (in Kraft getreten am 8.12.2015) überarbeitet. Danach werden die Kosten der stationären Hospizversorgung zu 95% von der jeweiligen Kranken- und Pflegekasse übernommen. 5% der Kosten werden durch das stationäre Hospiz bzw. den Träger durch Spenden erbracht. Patientinnen und Patienten sind seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2009 von einem Eigenanteil befreit. (§39a Abs. 1 SGB V

kooperierende Einrichtungen

Harz-Hospiz GmbH

Ditfurter Weg 21
06484 Quedlinburg
Tel 03946 907980
E-Mail kontakt@das-harz-hospiz.de
Web www.das-harz-hospiz.de 

Hospiz Haus Geborgenheit

Badestraße 23a

99768 Harztor OT Neustadt/Harz
Tel 036331 36170

E-Mail hospiz-neustadt@doceins.de
Web www.hospiz-haus-geborgenheit.de